Die Vereinsgeschichte der DJK Rastatt

Deutsche Jugendkraft Rastatt (DJK)




Die DJK Rastatt wurde im Jahre 1921 gegründet. Wie wir heute wissen, hat die Entwicklung des Vereins bereits im Jahr 1920 ihren Anfang genommen. Das sportliche Treiben wurde damals auf einem in Eigenarbeit erstellten Platz an der Iffezheimerstrasse aufgenommen, später wurde der DJK ein Teil des Leopoldplatzes, dann der Exerzierplatz der ehemaligen Ludwig-Wilhelm-Kaserne und als endgültige Lösung ein Sportplatz an der Friedrichsfeste Zur Verfügung gestellt. Zu idealen Sportplatzverhältnissen bzw. zur Errichtung eines Clubhauses kam es damals nicht. Die jahrelang anhaltende Arbeitslosigkeit und Armut nach dem I. Weltkrieg hat diesen Luxus nicht zugelassen. Pfennigweise wurden die Mittel für die Beschaffung von Sportgeräten und zur Bestreitung der Fahrtkosten zusammengebettelt. Hilfe durch die Stadt gab es nicht Das Vereinslokal befand sich im Gasthaus " Zur Blauen Katz" in dem auch die geselligen Versammlungen und die Sitzungen stattfanden. Hier war auch die einzige Wasch und Umkleidemöglichkeit. Zu den Auswärtsspielen ist man mit dem Pferdefuhrwerk gefahren.

Im Jahr 1934 wurde die DJK in ihrer Gesamtorganisation durch den NS-Staat aufgelost. Wehrsport war angesagt! Was nach der Auflösung kam, war Ende der Freiheit, wieder Krieg, und Elend folgten. Viele unserer damals noch jungen Sportler sind nicht mehr vom Krieg zurückgekehrt Mit der Auflösung ist auch das Schriftgut über die Entstehung und Entwicklung der DJK abhanden gekommen. Eine ausführliche Darstellung der Vereinsgeschichte ist daher nicht möglich. Nach mündlichen Berichten alter DJK-Mitglieder wurde der Verein vom Gründungsjahr 192l bis 1934 von folgenden Vorständen geführt: Otto Ziegler, Otto Ganz, Hermann Merklinger, Franz Peter, Arthur Graf und Otto Groß.

Das erste Fußballspiel wurde bereits im Jahr 1920 ausgetragen - offensichtlich übungshalber in Steinmauern hat man schließlich 12 Tore hinnehmen müssen.

Im Jahr 1947 wurde der DJK-Hauptverband wieder ins Leben gerufen, in steigendem Maß hat der Verband seine Arbeit auf alle westdeutschen Diezösen ausgedehnt

Auf Initiative des damaligen Kaplan Kilian von der Herz-Jesu-Pfarrei wurde schließlich im Jahre 1957 die DJK Rastatt wieder gegründet. In der Gründungsversammlung am 14.7.1957, die Pater Kilian durch zahlreiche Gespräche und erste Verhandlungen mit der Stadtverwaltung vorbereitet hatte, wurde das frühere, langjährige Mitglied Arthur Graf zum l. Vorsitzenden ,Walter Winter zum Stellvertreter, Otto Reuter zum Geschäftsführer und Pater Kilian zum geistlichen Beirat gewählt. Schon am 20.1.1957 bat Pater Kilian Oberbürgermeister Kunze schriftlich um Überlassung eines Sportplatzes. Im Überlassungsvertrag vom 12.8. 1957 wurden der DJK Rastatt an der ehemaligen Sandgrube Stürmlinger ein Teilgrundstück der Größe von rund 27.600 qm zur Anlegung eine Sportplatzes überlassen. Für die Benutzung des Grundstücks war eine jährliche Anerkennungsgebühr von l DM zu entrichten. Das Gelände musste erst gerodet und durch umfangreiche Planierarbeit zu einer Sportplatzanlage umgestaltet werden.. In einer Ausgabe des Bad-Tagblatts Rastatt vom 3.4.1958 war zu lesen:
" Junge Sportler bauen sich ihre Sportanlage selbst."
" Emsig sind die kath. Jugendsportler mit ihrem Pater Kilian tätig, um ihren Sportplatz fertig zu stellen, der größtenteils durch eigene Arbeit geschaffen wird “
Die Anlage des Sportplatzes war nur möglich durch großzügige Unterstützung der Rastatter Industrie, freiwilligen Arbeitseinsatz der Mitglieder und finanzielle Unterstützung der Stadtverwaltung und aus Fördermitteln des Südbadischen Fußballverbandes. Bis zur Neuanlage des Sportplatzes an der Kiesgrube Stürmlinger wurde der Sportplatz der dam. Jugend St Alexander im Gewann Niederwiesen zur Durchführung von Verbandsspielen genutzt. Das Bauvorhaben zu Erstellung des Sport und Jugendheims ging im Jahr 1960 seiner Vollendung entgegen. Die Gesamtanlage wurde im Rahmen der Einweihungsfeier am 30/ 31 Juli 1960 ihrer Bestimmung übergeben. Pater Kilian hat an den Einweihungsfeierlichkeiten nicht mehr teilnehmen können, da er kurz zuvor von seinem Orden als Missionar nach Brasilien entsandt wurde.

Otto Reuter, der 1960 das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm hat es sich zur Aufgabe gemacht, das begonnene Werk fortzusetzen. Der Ausbau des Sportgeländes, Einfriedung und Bepflanzung, Schaffung eines Trainingsplatzes, sowie der weitere Ausbau der Jugend - und Sportabteilung waren Aufgaben, die den damaligen Führungskräften Einsatz abverlangt haben. Im Jahr 1970 konnte auf dem Trainingsplatz eine Flutlichtanlage in Betrieb genommen werden. Im Jahr 1976 wurde der Ausbau des Sportheims mit zwei weiteren Umkleide und Duschräumen sowie Geräteraum fertig gestellt. Im Jahr 1980 wurde die Hofeinfahrt befestigt, 1982 stand der Umbau mit Renovieningsarbeiten auf dem Programm. Im Anschluss daran wurde die Überdachung zur Sportplatzanlage hin montiert.

Trauer war angesagt, als am 9.3.1980 unser 1. Vors. Otto Reuter verstarb. 22 Jahr stand er ( als Geschäftsführer bzw. ab l. Vors.) an der Spitze des Vereingeschehens. Der Schock saß rief. Es musste weitergehen. Bruno Hipp, damals 2. Vors. hat sich seiner Verantwortung nicht entzogen und das Amt des l Vors. übernommen. Grade eingearbeitet, überrascht uns die Nachricht vom Tode unseres 2 . Vors. Bernhard Neugart. Otto Reuter und Bernhard Neugart waren nicht zu ersetzen. Die Nachfolger hatten es schwer. Mit den damaligen Mitgliedern Siegfried Karcher ( 2-Vors.) Karlheinz Linsler (Kassier).Karlheinz Kölmel ( Jugendleiter, Robert Kuhn( Jugendtrainer) Hermann Philipp( Festwirt) und Franz Bollian und Fritz Brenner ( Platzwart) um nur einige Namen zu nennen, ist es gelungen, den Verein auf breite Basis zu stellen und überlebensfähig zu machen.

Im sportlichen Bereich darf der Aufstieg der l. Mannschaft im Jahr 1967 erwähnt werden, die damalige B-Klasse konnte bis 1977 gehalten werden, der Wiederaufstieg gelang erst 1993

An der Jugendarbeit der DJK hat es sicher nicht gelegen, dass der Wiederaufstieg erst Jahre später gelungen ist Gerade im Jugendbereich bescheinigt man der DJK gute Arbeit. Zahlreiche Meisterschaften, auch auf Verbandsebene haben zur Anerkennung und Ansehen verholfen. Die Mitgliederzahlen sind ständig gestiegen.

Im Jahr 1990 hat Hans Georg Willaredt den bisherigen l.Vors. Bruno Hipp abgelöst


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